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 Nick

 Fußball

 Eckerd College

Erfahrungsbericht Nick Reinauer: „Reise zu einer neuen Erfahrung“

Nick beim Fußballstipendium in den USA
Fußballstipendiat Nick lebt seinen Traum

 

 

Der Beginn meiner Reise begann ziemlich genau ein Jahr vor dem Abflug in die USA. Als angehender Abiturient machte ich mir Gedanken über meine Zukunft und war zu Beginn - wohl wie ziemlich viele Jugendliche - ein wenig planlos, wie meine Zukunft aussehen könnte. Außerhalb der Schule war meine große Leidenschaft natürlich immer der Fußball und der Traum, Fußballprofi zu werden war lange Zeit Tag ein Tag aus mein größtes Ziel. Nach 5 Jahren Stammspieler und Kapitän (U13-U17) im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München, hat mich mein Weg in die U19 des FC Ingolstadt geführt, da ich mir dort noch bessere Chancen ausgerechnet habe, meinen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen. Jedoch war nach einem Jahr klar, dass perspektivisch gesehen der Verein wohl auf andere Spieler setzen wird. Ohne Wehmut konnte ich auf insgesamt 3 Jahre Junioren-Bundesliga zurückschauen. Um mich nach Alternativen umzusehen, habe ich nach meinem ersten U19 Jahr erstmals Kontakt mit Monaco-Sports aufgenommen, die ich noch aus Vorträgen bei der Jugend der Münchner Löwen in Erinnerung hatte. Die Gespräche mit Norman und viele weitere Recherchen über den Collegefußball in den USA haben mir einen komplett neuen Blickwinkel in Sachen Zukunft gegeben. Ich wusste mit meiner exzellenten fußballerischen Ausbildung was anzufangen und sogar daraus zu profitieren:

  1. Ein Auslandsaufenthalt mit Perfektionierung der englischen Sprache
  2. Eine wirklich gute Kombination zwischen Fußball und Studium, die in Deutschland nur sehr schwer möglich gewesen wäre.
  3. Die Möglichkeit, Fußball immer noch auf sehr hohem Niveau zu spielen, da einige Universitätsmannschaften tatsächlich Regionalliga-Niveau aufweisen.

Trotz meiner guten Schulnoten und akribischer Vorbereitung fielen mir die erforderlichen Tests (SAT und TOEFL) alles andere als leicht. Besonders der TOEFL Test hat mich viel Nerven gekostet. Zum Glück fallen meiner Erfahrung nach die Tests besser aus als man direkt danach meint und somit waren erstmal alle Herausforderungen gemeistert. Ich hatte ein sehr professionelles Highlight Video, gute akademische Vorrausetzungen und Zeit! Mitte Dezember bekam ich die ersten Zuschriften von Universitäten und diese nahmen vorerst kein Ende. Insgesamt hatte ich dann bis Ende Januar 52 Zuschriften von Universitäten über das komplette Land verteilt. Ich war überwältigt, aber nicht nur im positiven Sinne. Das Schreiben per E-Mail, WhatsApp und vor allem die vielen persönlichen Gespräche haben mich sehr gefordert und eine Entscheidung schwierig gemacht. Durch die vielen Zuschriften, mit denen ich niemals gerechnet hätte, konnte ich mir dann den „Luxus“ erlauben für mich einige persönliche Kriterien aufzustellen:

 

  • Absoluter Stammspieler

Ich wollte für‘s Erste um meine Position nichtmehr kämpfen müssen, da ich, zumindest vorerst, nicht mit dem Traum Fußballprofi zu werden in die USA gehen wollte. Daher habe ich bei den Gesprächen mit den Trainern wirklich genau hingehört, wie sehr sie mich brauchen bzw. ob ich wirklich ihre erste Wahl bin.

 

  • „Place to be“

Es kamen wirklich nur interessante Orte für mich in Frage, die etwas an Lifestyle zu bieten haben. Dies genauer zu definieren habe ich mir zu Beginn ziemlich offengelassen. Es kamen Universitäten in größeren Städten wie zum Beispiel New York, Washington D.C. oder Los Angeles genauso in die engere Auswahl, wie Universitäten die einfach eine super Location haben zum Beispiel direkt am Lake Erie im Norden an der Grenze zu Kanada oder Universitäten in den südlichen Staaten direkt am Meer.

 

Mit immer noch viel sportlichem Ehrgeiz, Motivation und vor allem enormen Spaß am Fußball, war einer der größten Interessen eine Uni zu wählen, die eine reelle Chance auf den Conference Titel hat und deren Kader ordentlich zusammengestellt ist.

Da ich aus Erfahrung sprechen kann, wird euch jeder Trainer sagen, dass man ganz knapp dran ist die Conference zu gewinnen und es im nächsten Jahr schaffen wird!

Daher 2 Tipps von mir:

Schaut euch auf jeden Fall den Record der letzten Jahre, also die Tabelle und Ergebnisse, und den Kader an. Und zweitens, wenn ein Deutscher im Kader ist, versucht mit ihm Kontakt auf zu nehmen oder am besten zu telefonieren. Oftmals bekommt man so einen sehr guten zweiten und möglicherweise noch ehrlicheren Einblick in das sportliche Programm.

 

Das sollte natürlich nie im ersten Gespräch mit dem Coach erfolgen, aber in folgenden kann die Höhe des Stipendiums auch ein wichtiger Hinweis darauf sein, wie wichtig ihr dem Coach seid.

 

 

Nach einem stressigen Dezember und auch Januar mit vielem chaotischen Schriftverkehr, bei dem E-Mails auch teilweise im Nirvana verschwunden sind, und sehr viel Recherche, habe ich dann meine finale Entscheidung getroffen. Es sollte das Eckerd College in St. Petersburg, Florida sein. Das Gesamtpaket machte einfach den perfekten Eindruck für mich und erfüllte alle meine Vorstellungen:

Gute Gespräche mit dem Coach, ein absolut traumhafter Campus direkt am Golf von Mexico mit eigenem Strandabschnitt, mit 300.00 Einwohnern immer noch eine relativ große Stadt rund rum und nach Tampa ist es für amerikanische Verhältnisse ebenfalls nur ein Katzensprung mit 20 Minuten Fahrzeit, einem Team in der Sunshine State Conference, Divison 2, das gut um den Titel mitspielen kann (Halbfinale im Vorjahr) aber bei dem ich trotzdem gesetzt bin. Nach einem kurzen Besuch des Colleges verbunden mit einer kleinen Florida-Rundreise im April, war dann endgültig jeder Zweifel verflogen. „Das wird mein neues Zuhause!“

 

Nach bestandenem Abitur und einer absolut brutalen sportlichen Vorbereitung zu Hause, die mich so fit wie selten zuvor werden hat lassen, begann die Reise Mitte August. Einen großen Kulturschock hatte ich nicht, da ich das Land bereits von ein paar Reisen kannte und mein Zimmergenosse fürs erste Semester ein Österreicher, ebenfalls aus dem Fußballteam, ist. Während einer kurzen, knackigen aber hier eben üblichen Vorbereitung, wurde schnell klar das die wenigsten Spieler den Laufplan des Coaches wirklich umgesetzt haben. Laufeinheit über Laufeinheit wurde für mich erneut fällig. Die Einheiten um 6 Uhr in der Früh und 6 Uhr abends warn extrem anstrengend. Zudem musste ich als Freshman ein extra Sommersemester belegen, was mit viel Hausaufgaben und noch mehr fremden, englischen Büchern verbunden war. Die Zeit war gerade überstanden, die Vorfreude auf das eigentliche Semester und die bevorstehende Saison stieg bis auf den Höhepunkt… Doch dann kam Irma. Laut Wetterforschern einer der größten, schnellsten und gefährlichsten Hurricanes, die das Land je gesehen hatte. Drei Tage des Fall Semesters waren vergangen und dann musste der gesamte Campus evakuiert werden. Ich wurde in einem schönenGolfresort mit einigen anderen Athleten untergebracht und wir hatten trotz der Umstände eine ziemlich lässige Zeit. Kurzfassung des ganzen Unglücks ist, dass unser Campus wahnsinniges Glück hatte, da trotz aller Prognosen der Hurricane südlich von unserem Campus auf Land traf und dort alles zerstörte, uns aber weitestgehend verschont ließ. Nach knapp 10 Tagen waren alle wieder zurück und sowohl Vorlesungen als auch der Fußball konnte wieder normal aufgenommen werden.

 

Fußballerisch ging es, wie eben erklärt, durch die verkürzte Vorbereitung und nur durchschnittlichen Testspielergebnissen dann richtig mit der Saison los. Aus den ersten 4 Saisonspielen konnten wir zwar nur 1 gewinnen und mussten 3 Niederlagen verbuchen, darüber hinaus hätte der Saisonstart aber nicht unglücklicher verlaufen können als bei uns:in den ersten beiden Spielen drei Verletzungen. Zwei Stammspieler zogen sich Brüche zu und werden die komplette Saison ausfallen, wohingegen ein weiterer Schlüsselspieler die ersten 3 Spiele mit einem angerissenen Band ausfallen sollte. Erstes Spiel in Overtime nach Sudden-Death verloren und die drei weiteren Spiele trotz dreimaliger Führung zweimal noch aus der Hand gegeben. Alle drei Teams, gegen die wir verloren haben werden mit großer Wahrscheinlichkeit in den Playoffs stehen (ersten 6 qualifizieren sich dafür) und mit Lynn und Florida Tech schlugen uns zudem zwei Mannschaften, die in den letzten Jahren immer unter den Top 25 Universitäten des ganzen Landes standen.Mit noch einem weiteren Vorbereitungsspiel hatten wir in 17 Tagen 6 Spiele. Dieser Rhythmus zehrt ehrlich gesagt schon an den Kräften und ist kein Vergleich zu unserem europäischen System. Unter der Woche kann der Trainer eigentlich nur kleinere taktische Einheiten ohne große Intensität machen, da Regeneration in dieser Phase meist das beste Mittel zur Spielvorbereitung ist. Professionell ist das Ganze hier definitiv, wobei meiner Meinung nach gerade was die Infrastruktur angeht, zwischen Division 1 und 2 nochmal ein riesen Unterschied besteht.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich hier fürs erste Jahr eine wirkliche Top Entscheidung getroffen habe. In einem eher kleineren College, mit knapp 2000 Studenten, findet man sehr schnell Anschluss und man bekommt trotz anfänglicher, kleinerer Sprach- und Verständigungsprobleme eine ehrliche Gastfreundschaft zu spüren. Ich war vom ersten Tag an sowohl in der Mannschaft, als auch im ganzen Universitätsleben integriert, was Heimweh in den ersten 9 Wochen so gut wie gar nicht aufkommen ließ. Natürlich gibt es Phasen, die einerseits sehr anstrengend für Körper und Geist, andererseits aber auch frustrierend sind. Dennoch kann ich nur jedem raten, der die Möglichkeit auf ein Fußballstipendium besitzt, sich diese Chance im Leben nicht entgehen zu lassen. Egal ob für ein oder für vier Jahre, die Sprachfähigkeiten verbessern sich enorm und zudem ist das eine Lebenserfahrung in jungen Jahren die uns später keiner mehr nehmen kann!

 

Danke auch nochmal an Norman und das komplette Monaco-Sports Team für die Unterstützung während des gesamten Prozesses und eure Kompetenz in Sachen College Sports im Allgemeinen!