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 23.02.2016

Fussball Vorort

Planeggs Egger: Heimweh nur wegen Weißwürsten

 
 
Planeggs Egger: Heimweh nur wegen Weißwürsten
Fabian Egger: Das ehemalige SVP-Talent kickte zuletzt für die „Warriors“.© Rutt
 
SV Planegg-Krailling - Im sonnigen US-Bundesstaat Florida, so ließe sich vermuten, könnte bei einem jungen Menschen wie Fabian Egger gar kein Heimweh aufkommen. Doch hin und wieder packt es den 21-jährigen Planegger, gerade wenn es um Kulinarisches geht. „Hier gibt es vieles nur abgepackt oder halt eine schnelle Küche“, sagt Egger. „Ich vermisse die bayerische Küche und Weißwürste. Oder so etwas Simples wie eine Metzgerei.“ Seit August 2012 muss der ehemalige Fußballer des SV Planegg-Krailling für sein Studium – samt Fußballstipendium – an der Webber-International University in Babson Park kulinarische Einschränkungen verkraften. Dafür wird er mit vielen neuen Erfahrungen bestens entschädigt. „Es gefällt mir gut hier“, sagt er, auch weil neben dem Studium genug Zeit bleibt für interessante Ausflüge. Ins nahe gelegene Miami ist er ab und zu gefahren, und einmal zur legendären Spring-Break-Party am Meer. Auch nach New York und Las Vegas hat es der Business-Management-Student schon geschafft. „Langweilig wird es einem hier jedenfalls nicht“.
 
Egger hatte nach seinem Abitur 2011 schon zwei Semester Betriebswirtschaft an der Uni in Augsburg studiert, als er auf die Münchner Agentur Monaco Sports aufmerksam wurde. Die Firma vermittelt Sportstipendiaten an amerikanische Universitäten. Sie erledigt den Papierkram für das Studium und hilft bei Aufnahmeprüfungen, wie zum Beispiel beim obligatorischen Englisch-Test. Egger schickte der Agentur eine Bewerbung mit Filmmaterial von seinen fußballerischen Fähigkeiten. Nach erfolgreich gemeistertem Sprachtest vermittelte sie ihn als Stipendiaten. „Ich wollte erstens Englisch lernen und ein Studium finden, das mit dem Fußballspielen zusammen passt“, sagt Egger. Der gebürtige Gräfelfinger ist an seiner Uni schwer eingebunden. Neben dem Lernen auf Klausuren muss er mit seiner Fußballmannschaft kräftig trainieren. In der Saison von September bis Dezember stehen an fünf Tagen in der Woche je zwei Trainingseinheiten auf dem Programm.
 
Auch in der sogenannten „Off-Season“, von Januar bis Mai, sind ebenfalls noch mehrere Einheiten in der Woche. Hinzu kommen teilweise bis zu achtstündige Reisen zu den Auswärtsspielen. Das zehrt bisweilen an den Kräften. „Man muss ein bisschen auf die Ernährung achten, es hat im Sommer fast jeden Tag 30 Grad“, sagt Egger, der von einem eigenen Kraft- und Konditionstrainer betreut wird. In seiner ersten Spielzeit mit seiner Unimannschaft, den „Warriors“, hat Egger sieben der 16 Ligaspiele in der „Sun Conference“ gewonnen. In der zweiten Saison belegte sein Team am Ende mit einem Sieg mehr den fünften Platz, auch dank der 15 Tore, die Egger in 14 Spielen erzielt hatte. In den folgenden Playoffs war dann für den ehemaligen B-Jugend-Bayernligaspieler des SVP bald Schluss. Bei der entscheidenden 2:3-Niederlage gegen die Mannschaft aus South Eastland zog sich der Würmtaler auch noch eine Gehirnerschütterung zu. Nach seinem Bachelor-Abschluss in diesem Mai wird Fabian die nächsten zwei Jahre an einer kalifornischen Universität weiterstudieren. Für den SVP, der gerade in die Landesliga aufgestiegen ist, wird er also frühestens 2016 wieder auflaufen.
 
Ganz in den USA zu bleiben, ist für Egger aber auch nicht ausgeschlossen. „Wenn ich hier einen guten Job bekomme, kann ich mir das auch vorstellen.“ Ob mit ihm oder nicht, für Egger steht schon fest, wo sein SVP 2016 spielt: „In der Landesliga natürlich.“